Montag, 7. Mai 2012

München - Hamburg; mit dem Rad

Netterweise ist ja das Parken von Fahrrädern in ICE´s verboten. Nichts läge ja auch ferner, als ein filigranes Stahlgeflecht, dass uns zu gemütlichen Stelldicheins an Feldesrain bewegt, mit 250km/h durch das halbe Land zu bewegen. Felder sehen ja schließlich überall gleich aus.
Was passiert nun aber, wenn ein Passagier, sei es aus Übermut, sei es aus Unwissen, seinen Drahtesel ins Stahlross stellt? Es ist ganz einfach; es bringt den Preußen im Schaffner hervor. Ein solches Vergehen, eine solche Frechheit, er kann gar nicht anders, als dieses Aufbegehren gegen eine Dienstvorschrift als persönlichen Affront zu nehmen. In einem solchen Fall gibt es keine Grauzone, keinen Ermessensspielraum, keine Menschlichkeit. Das Rad muss weg. Jeder Meter, den das Rad schneller seine inhärenten zwanzig bis dreissig Stundenkilometer bewegt wird, ist zuviel. Da hilft kein Winseln und kein Feilschen, da hilft nur die Polizei. Und weil Radfahrer per se gefährliche Menschen sind, ist auch eine Streife nicht genug, nein, vier dergleichen sind vonnöten, das Rad zur Sicherungsverwahrung in eine der Bordtoiletten und dessen Besitzer in ein 1. Klasseabteil einzuschließen. Gute Fahrt!

Neustart

Ist ja schon eine Weile her, dass ich hier meinen Senf zu den wirklich bedeutsamen Themen dieses Planeten gegeben habe. Anscheinend gab es dann für Landeier in Hamburg doch nicht wirklich viel zu lernen. Oder ich hab einfach nur zuviel gearbeitet. Soll ja mal vorkommen. Sollte aber vielleicht nicht vier Jahre dauern... Egal, time´s up. Zumindest meine in Hamburg. Ich tausche ein O für ein A und ziehe ins Saarland. Dann heißt es Landleben pur, mit Eingeborenen, deren beide Dialekte bei einem Norddeutschen schon für blutige Lippen sorgen können. Aber irgendwie muss man sich ja das Lachen verkneifen...

Dienstag, 13. Mai 2008

Lektionen für Landeier - Vol. IV

So ein Hafengeburtstag ist ja nicht nur stressig, sondern auch ziemlich voll. Voll mit Menschen. Vor allem mit vollen Menschen. Und auch mit Menschen, die von Geburt an mit wenig Intellekt gesegnet sind. Und vermutlich deshalb eine Uniform tragen. Hier in Hamburg sind diese dann auch selten grün, sondern ganz schick blau. Je nach Statur des Trägers einer solchen, ist dieser dann entweder mit einem Chippendale oder einem Bahnmitarbeiter zu verwechseln. Wobei ich natürlich diese beiden Berufsgruppen durch diesen Vergleich nicht beleidigen möchte.
Auf zwei dieser Uniformierten traf ich dann am U-Bahnhof Baumwall, wo nicht nur eine U-Bahn, sondern auch eine Hafenfähre verkehrt. Leider fiel es mir etwas schwer, inmitten der Menschenmassen den Fähranleger zu finden, weswegen ich es für eine gute Idee hielt, zwei uniformierte Einheimische zu fragen. Nachdem deren Blicke nach meiner Frage in Richtung des Bahnhofs wanderten, versicherte ich ihnen nochmals zu wissen, wo die U-Bahn fährt und dass ich zur Fähre wolle. Daraufhin gab es bei beiden eine kurze Denkpause, gefolgt von dem ernstgemeinten Vorschlag: "Probieren Sie es doch mal am Wasser!"

Und übrigens, zum Hafengeburtstag fahren keine Fähren am Baumwall...

Montag, 12. Mai 2008

Bratwürste sind keine Pfannentiere

So ein Hafengeburtstag ist ja schon eine eher stressige Angelegenheit. Kann man sich geben, muss man aber nicht. Lauter Menschen, die man nicht treffen will, laute Musik, die man nicht hören will, und kulinarische Genüsse, von denen man nicht wusste, und auch nicht wissen will, dass es sie gibt. Freundlicherweise verfügt ein so großer Fluß wie die Elbe über zwei Ufer. Ist das eine voll, wechselt man. Im Fall der Elbe heißt das, man unterwandert sie. Das andre Elbufer lockt mit einem großen Sandstrand und einem großartigen Panorama. Und netterweise wissen nicht mal die Hamburger von seiner Existenz, sonst hätten wir den besten Platz der Stadt an diesem Abend zum Grillen gehabt: direkt unter dem Feuerwerk.









Der ganze Spaß war aber schon recht bald vorbei, die Nacht jedoch noch nicht, und so zog es uns ins Hafenklang-Exil nach Altona, wo laut Werbebotschaft einschläger Szene-Magazine Rainer von Vielen ElectroPunkHop zum Besten geben sollte. Um es mal vorsichtig auszudrücken, die sechs Euro Eintritt war der Spass nicht annähernd wert. Ich würde die ganze Show als egozentrischen Fäkaldadaismus auf Industrialbasis bezeichnen, und mal behaupten, dass das Ganze wesentlich gewonnen hätte, wenn Rainer von Vielen selbst durch Abwesenheit geglänzt hätte. Aber macht euch selbst ein Bild:

Video video

Montag, 24. März 2008

Lektionen für Landeier - Vol. III

Es ist völlig ok, in Hamburger U- und S-Bahnen Alkohol zu trinken. Essen, auch alkoholfrei, dagegen ist total verpöhnt.

Sonntag, 23. März 2008

Nacht


Zwei Kerzen

Neues Handy, neues Glück. Es ist Ostersonntag, das Fernsehprogramm eher bescheiden. Was macht man also als technikverliebter Mann? Man spielt mit seinem neuen Mobiltelefon. Und da V-Rally in der Demoversion nach einer Viertelstunde auch langweilig wird, widmet man sich den Menüs. Und stößt in seiner Visitenkarte auf die Rubrik "Blog". Cool, denkt man sich nerdigerweise, hab ich doch auch irgendwo. Natürlich kann man nicht einfach die URL eintippen. Das wäre im Wahrsten Sinn des Wortes zu billig. Man muss erst eine MMS schicken und hoffen, dass google und mein Handy sich einig werden, auf welchem Blog sie veröffentlicht werden soll.
Aber mein Stövchen schaut doch nett aus...

Dienstag, 29. Januar 2008

Lektionen für Landeier - Vol. II

Die "Grüne Linie" kann auch gelb sein...